TIPPS FÜR FIRMENFITNESS
Interview mit dem maxx! Gesundheitsexperten Dr. med. Burkhard Grell Was können Unternehmen oder Firmenchefs tun, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu festigen und zu fördern?
Zunächst einmal wollen wir definieren, was Gesundheit eigentlich ist: Es ist der Zustand des vollkommenen körperlichen (physischen), geistigen(psychischen) und sozialen Wohlbefindens! Es ist also logisch, dass ein guter Unternehmer alles zu tun bereit sein sollte, um diesen wünschenswerten Zustand bei seinen Mitarbeitern herbeizuführen oder zu erhalten.
Aus langjährigen Erfahrungen und durch sportmedizinische Untersuchungen ist bewiesen, dass regelmässiges körperliches Training die Abwehrkräfte mobilisiert, Stress abbaut, entspannend wirkt und zu einem physischen und psychischen Wohlbefinden beiträgt.
Depressive Verstimmungen, Sorgen und Ängste treten in den Hintergrund, das Selbstbewusstsein wird gefestigt und eine positive Lebenseinstellung kommt dann von ganz allein auf. Dies ergibt wiederum eine bessere Motivation, die Arbeit mit mehr Freude und Elan zu verrichten, es geht alles leichter, schneller und besser von der Hand, Konzentration, Ausdauer und Körperkräfte wachsen und man merkt ja selbst,wie gut es einem geht und wie man sich jeden Tag freut, dass man etwas leisten kann und gute Arbeit macht, die Anerkennung findet.
Umgekehrt führt eine schlechte körperliche und seelische Konstitution zu negativen Einflüssen im täglichen sozialen Leben und natürlich auch bei der Arbeit. Das Selbstwertgefühl verringert sich oder schwindet, Angststörungen, Depressionen, Suchtverhalten, Gleichgültigkeit, Konzentrationsstörungen und ein rapides Nachlassen der Spannkraft, sowie der Arbeitsleistung sind die Folge.
Wie könnte man nun ein Fitnesstraining für Mitarbeiter organisieren? Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:
- 1. Der Unternehmer stellt geschultes Personal ein und lässt es in speziellen Arbeitspausen, auch in zeitlicher Abfolge, regelmässig mit allen Mitarbeitern (aus Büro, Verwaltung und Produktion) trainieren.
- 2. Der Unternehmer stattet die Mitarbeiter finanziell besser aus, aber nur, wenn sie nachweisbar und regelmässig ein Fitness-Studio besuchen.
- 3. Der Arbeitgeber motiviert seine Mitarbeiter zum regelmässigen Besuch einer entsprechenden Einrichtung und „verschenkt“ Abonnements. Auch andere Variationen wären denkbar, ggf. nach Umfrageaktionen in den Betrieben. Dies hätte den Vorteil, dass man ein Echo bekommt und z.B. wüsste, wie viele der Mitarbeiter sich für eine derartige Verbesserung der Lebensumstände interessieren.
Rechtliches zur betrieblichen Gesundheitsförderung
Sachleistungen des Arbeitgebers sind als bloße Aufmerksamkeiten nicht dem lohnsteuer- und sozialversicherungpflichtigen Arbeitslohn hinzuzurechnen, wenn der Wert 40 Euro pro Anlass nicht übersteigt. Seit Anfang des Jahres 2009 sind nun sogar Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes sowie zur betrieblichen Gesundheitsförderung bis 500 Euro jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei.